QUALITÄTSVERSPRECHEN

Regionale Appellation Côtes du Rhône: Weine mit einem historischem Qualitätsimage

Die Appellation Côtes du Rhône schließt inzwischen 171 Kommunen ein. Es gibt Rotweine, Roséweine und Weißweine.

Die Weine der Côtes du Rhône sind mehrheitlich Cuvées. Besonders ist, dass auch in Rotweincuvées weiße Rebsorten eingesetzt werden dürfen. Die Weine enthalten die Hauptrebsorten (Grenache, Mourvèdre und Syrah für Rotweine, Bourboulenc, Clairette, Grenache Blanc, Marsanne, Roussanne und Viognier für Weißweine) und ergänzende Rebsorten (Carignan, Cinsaut, Clairette, Grenache Blanc und Grenache Gris, Ugni Blanc, etc.).

Die Begrenzung der Erträge auf 51 Hektoliter pro Hektar begünstigt die Produktion hochwertiger Weine.

Die Appellation spiegelt die Vielfalt der Anbauböden der Côtes du Rhône wider. Sie ist ebenfalls die Basis der Qualitätspyramide und dient als Ausgangspunkt, um in der Hierarchie der Côtes du Rhône höher zu klettern und den Status der Côtes du Rhône Villages und – noch darüber – den der Crus zu erlangen.

Die Côtes du Rhône Villages mit und ohne Namen der Kommune: Weine, die die regionaltypische Besonderheit ihrer Anbauböden unterstreichen

Die AOC-Siegel sind nicht starr oder unveränderlich und sollen sich im Sinne des Gesetzgebers zur Exzellenz hin weiterentwickeln. Die Côtes du Rhône mit und ohne namentlicher Nennung der Kommune sind aus der regionalen Appellation Côtes du Rhône hervorgegangen. Sie verdeutlichen, dass die Hierarchie der Weine des Rhônetals die Winzer dazu anspornt, sich selbst zu übertreffen und Weine zu produzieren, die von der größtmöglichen Nähe zu ihren Anbauböden zeugen und deren regionaltypische Einzigartigkeit widerspiegeln.

1967 erlangten erste Kommunen die Zulassung, sich unter dem AOC-Siegel Côtes du Rhône Villages zu vermarkten. Heute haben 95 Kommunen den Status eines AOC Côtes du Rhône Villages. Und 21 Kommunen können als Côtes du Rhône Village zusätzlich ihren Gemeindenamen auf dem Etikett führen. Der Name des Dorfes entspricht einer „ergänzenden geografischen Bezeichnung“, die eine lokale Besonderheit unterstreicht. Es handelt sich zum Beispiel um die Dörfer Sablet, Séguret, Vaison-la-Romaine, Visan, etc.

Das Anbaugebiet für die Côtes du Rhône Villages (mit oder ohne namentlicher Nennung) befindet sich im südlichen Teil der Appellation Côtes du Rhône. Während die zugelassenen Rebsorten für beide Appellationskategorien dieselben sind (der Einsatz der Grenache ist obligatorisch), wird ihr Verhältnis von den Winzern bestimmt, unter Berücksichtigung der besonderen Facetten der Anbauböden und der Weinstile, die sie produzieren möchten, so dass jeder Côtes du Rhône Villages seinen eigenen Stil hat.

Für manche dieser Appellationen handelt es sich um ein Sprungbrett, um in der Qualitätspyramide noch weiter nach oben zu kommen, was das unaufhörliche Streben nach Perfektion und Qualität zum Ausdruck bringt.

Die Crus des Côtes du Rhône – oder: Exzellenz, auf die Spitze getrieben

Siebzehn Crus reihen sich an der Rhône aneinander: acht im nördlichen Teil (Château-Grillet, Condrieu, Cornas, Côte-Rôtie, Crozes-Hermitage, Hermitage, Saint-Joseph und Saint-Péray) und neun im südlichen Teil (Beaumes-de-Venise, Cairanne, Châteauneuf-du-Pape, Gigondas, Lirac, Rasteau, Tavel, Vacqueyras und Vinsobres). Die Crus sind der Gipfel in einem langen Prozesses des Ringens um historische Anerkennung und internationale Berühmtheit.

Unter den Crus stechen Châteauneuf-du-Pape und Tavel aufgrund ihres langen Bestehens hervor. Châteauneuf-du-Pape und Tavel sind die ersten Crus, die sogar schon vor der Gründung des nationalen Weininstituts INAO anerkannt wurden. Die Appellation Châteauneuf-du-Pape, 1936 anerkannt, ist eine der ersten in Frankreich. Die Bedingungen zur Erlangung der Appellation haben im Folgenden die Schaffung der AOC beeinflusst.

In Tavel wurde schon 1902 eine Interessengemeinschaft gegründet. Andere Crus heben sich aufgrund der Besonderheiten ihrer Weinproduktion ab. Lirac ist der erste Cru, der 1947 den drei Farben Rot, Rosé und Weiß Heimat gab. Der Cru Saint-Péray erlangte 1936 ein AOC-Siegel für seine hochwertigen Schaumweine, bevor er sein Angebot auch auf stille Weine ausweitete.

Und schließlich gibt es Crus, die sich im Rahmen der Exzellenzdynamik etappenweise weiterentwickelt haben, von der Appellation Côtes du Rhône über die Appellation Côtes du Rhône Villages bis hin zum Cru. Die AOC Gigondas ist ein gutes Beispiel dafür. Bei jeder Entwicklungsstufe werden die Produktionsbedingungen strenger, die Leistungsverzeichnisse detaillierter und die Qualität wird optimiert.